Ambulante Krankenpflege Berlin e.V.

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Haut und Hautpflege

Wir fühlen uns in unserer Haut wohl - wenn sie keine Probleme macht.

Die Haut hat wichtige Funktionen für uns zu übernehmen. Sie schützt uns gegen Kälte und Hitze, wehrt Keime ab und ermöglicht das Spüren von Reizen. Außerdem ist die Haut ein Ausscheidungsorgan und wird als der Spiegel der Seele bezeichnet.

Mit zunehmendem Alter verändert sich unsere Haut. Sie kann Feuchtigkeit weniger gut speichern, die Talg- und Schweißproduktion läßt nach, die Haut wird weniger elastisch. Auch die schützende Säureschicht wird schwächer.

Zu den Veränderungen von innen kommen Belastungen von außen wie Heizungsluft, Sonne, Hitze, Kälte und andere Umwelteinflüsse.

Auch unsere Lebensgewohnheiten können sich ungünstig auf die Haut auswirken, wenn wir uns wenig bewegen, unausgewogen ernähren, zu wenig trinken oder die Haut zu viel waschen.

Um die Haut lange gesund zu erhalten und ihre Funktionen zu unterstützen, können wir einiges selbst tun.

Den Säureschutzmantel erhalten

Das Milieu der Haut ist leicht sauer und hilft eindringende Bakterien und Pilze abzuwehren. Um dieses saure Milieu zu erhalten, sollte sie wenig gewaschen werden. Am besten verzichten Sie auf die Anwendung von Seife oder Waschlotion so weit wie möglich.

Stattdessen tut ein Schuß Obstessig im Waschwasser der Haut gut. Hautpflegetücher sind nur zu empfehlen, wenn sie ausschließlich pflanzliche Öle enthalten und kein Mineralöl. Hautwaschzusätze sollten einen pH-Wert von 5 - 6,5 haben. Darauf deutet die Aufschrift 'hautfreundlich' hin.

Die Haut mit Feuchtigkeit versorgen

Für die ältere Haut sollte eine W/O-Lotion gewählt werden. W/O bedeutet Wasser in Öl, es sind also kleine Wasserpartikel mit Öl ummantelt. Diese Lotion zieht nicht so leicht ein, versorgt aber die Haut mit der notwendigen Feuchtigkeit. Inzwischen gibt es auch W/O/W-Lotionen. Hier gibt es noch eine Ummantelung mit Wasser, sodaß die Lotion schnell einzieht, aber doch gut Feuchtigkeit spendet. Auch Pflegegele ziehen schneller ein.

Der Haut tun Öle auf natürlicher Basis viel besser als solche auf Mineralölbasis. Auch Speiseöle wie Sesamöl eignen sich zum eincrémen.

Eine gute Wahl sind auch Lotionen mit Harnstoff, einem natürliche Feuchtigkeitsfaktor. Dieser hilft der Haut, Feuchtigkeit zu speichern. Es sollte eine Konzentration von 5 bis 10 % gewählt werden, höhere Dosierungen trocknen die Haut auf Dauer aus.

Ernährung und Bewegung

Zuerst sei die Bedeutung einer ausreichenden Trinkmenge von 1,5 bis 2 l am Tag genannt. Aber auch eine vollwertige Ernährung, die Gemüse, Salate und Obst einbezieht, unterstützt die Haut. Zucker sollte in der Ernährung eine geringe Rolle spielen, und Sie sollten hochwertige Fette wie Butter und Öl 'nativ extra' wählen.

Mit der Ernährung können Sie auch Ihre Leber unterstützen, denn diese dient der Entgiftung des Körpers. Wenn die Leber gut funktioniert, muß der Körper die Abfallstoffe nicht in der Haut ablagern, was sonst zu Hautjucken führen kann. Eine halbe frische Zitrone vor dem Frühstück mit 400 ml Wasser, bittere Salate wie Chicorée und Endivie und Vollkornprodukte sind empfehlenswert, um die Leber zu unterstützen. Außerdem können Sie die Leber mit Präparaten aus Mariendistel, Artischocke oder Rotulmenrinde unterstützen.

Wir alle vermeiden einen Sonnenbrand und schützen die Haut vor zu viel Sonne. Auch sollte die Zimmerluft nicht zu trocken sein und bei Bedarf befeuchtet werden.

Bewegung am besten an frischer Luft tut der Haut gut. Den Effekt auf der Haut sieht man nach einem Spaziergang oder ein paar Stunden im Garten schnell im Spiegel.